Der Dichter,  Komponist, und naturphilosphischer Denker  Leopold Schefer - Bad Muskau in der Oberlausitz [1784 — 1862]

Einführung
Präambel
Arno Schmidt
Bettina und Lars Clausen
G.W.v.Lüdemann 1859
Theodor Paur 1862
Fragen und Blicke ins Leben
Unsere Zeit
Eine Huldigung 1933
Friedrich über Schefer
Die Huldigung 2006
Einblick ins Musik-Schaffen
Bernd Ingo Friedrich

Lyrik
Das Laienbrevier
Gedichte [1845, 1857]
Vigilien
Weltpriester
Hausreden
Für Haus und Herz
Buch der Lebens
 und der Liebe

Gedichte von Agnes
Homer's Apotheose
Die Lyrik Schefer's
Griechische Reise
Hafis in Hellas
Sammlung

  


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Erste Liebe

Die erste Liebe
Bey den süßen Hyacinthen
lieg ich hier die halbe Nacht
doch sie ist noch nicht zu finden
wie in mir das Herz auch wacht.

Wie ich hier die Glokken küsse
denk ich schmachtend nur an sie,
ihre Lippen sind so süße,
und die Schöne ist nicht hie.

Noch durch lichte Knospenzweige
scheint auf mich der milde Stern,
ach, daß schon das Laub sich zeige,
und es bleibt auch ewig fern.

Schmücket euch, ihr Schattenhallen
wo sie mir in den Armen liegt
kommt, ach kommt, ihr Nachtigallen,
nicht kanns fern seyn wo ihr fliegt.

Horch, sie wars! und ihre Töne!
Auch sie kann nicht ruhig seyn
(wie ich mich nach Liebe sehne!)
und ist noch wie ich allein.

Werd ich erst die Holde finden
dann vergeß ich euch so gern,
all ihr süßen Hyazinthen,
und dich schöner, milder Stern.
Alles um Liebe 

So singt der junge Dichter Alles um Liebe für Liebende aus tiefstem Herzen.
Sein Freund und erster Biograph Georg Wilhelm von Lüdemann schreibt über des Dichter's lyrisches Schaffen (1857+1859) [Seite CXIV]:
Zitatanfang:
„Vor allem ist Schefer jedoch ein lyrischer Dichter und seine Lyrik ist die Frucht der seltensten Ehe, die Kopf und Herz jemals geschlossen haben. Sein Geist ist urgesund,sein Herz voll Freude der Schönheit der Welt; der Geist reflektiert über Ursprung und Inhalt dieser Schönheit — was Wunder, daß der Jubel über Schöpfer und Geschöpfe hymnusartig bei ihm hervorbricht? So ist denn seine Lyrik zumeist ein Freudengesang auf das Geschenk des Daseins.“
Zitatende.



Leopold Schefer als Vicegraf:


Im Jahre 1812 ernennt der junge Graf Hermann von Pückler seinen Freund Leopold Schefer zum General-Bevollmächtigten der Standesherrschaft Muskau. (Verwaltung von Muskau in „in allen Branchen“.) Mit 27 Jahren wird er praktisch Landesvater der Standesherrschaft Muskau. . .
Und das während der grausamen Wirrnisse, welche die Napoleonische Zeit mit ihren Durchmärschen, Einquartierungen, Requirierungen und Plünderungen über Muskau und Umgebung brachte - und eine verheerende Flecktyhusepidemie. Die schwierigste Zeit, die Muskau je durchlebte, mußte durch ihn in dieser verantwortungsvollen Funktion ("Junger Vater") bewältigt und verarbeitet werden. — Nun wurde es erkennbar: Eine positive Selbstwahrnehmung, tiefe psychisch-spirituelle Durchdringung des Erlebten und Gedachten, hohe Bildung und der nachhaltige Einfluß von Freunden haben schließlich aus dem jungen Leopold Schefer einen sozial aktiven Menschen gemacht. ("Nur leben ist das Leben!"; LB-April-XIX)

 
— 03. Oktober  2009  Geschrieben von Horst Georg Padelt für www.Leopold-schefer.de